Zylinder klemmt: Wann sich der Austausch vermeiden lässt
Nicht jedes Schloss, das klemmt, muss ersetzt werden. Ein großer Teil der Fälle, zu denen wir gerufen werden, geht auf Verschleiß, Verschmutzung oder eine verzogene Tür zurück – und dafür braucht es keinen neuen Zylinder. Wir sehen uns das Schloss zuerst an und sagen Ihnen, was tatsächlich nötig ist.
Der Schlüssel dreht schwer oder hakt
Meist steckt Abrieb im Zylinder, seltener ein verbogener Schlüssel. Reinigen und fachgerecht schmieren löst das oft dauerhaft. Wichtig: kein Öl und kein Kriechöl aus dem Baumarkt – das bindet Staub und macht es nach ein paar Wochen schlimmer als vorher.
Die Tür lässt sich nur mit Druck abschließen
Dann liegt es selten am Schloss, sondern am Rahmen: Türblatt oder Bänder haben sich gesetzt, die Falle trifft das Schließblech nicht mehr sauber. Ein Nachstellen von Bändern und Schließblech genügt in vielen Fällen. Wer stattdessen den Zylinder tauscht, hat danach dasselbe Problem mit einem neuen Teil. Bei Haustüren mit mehreren Riegeln lesen Sie mehr auf der Seite zur Mehrfachverriegelung.
Der Schlüssel ist im Schloss abgebrochen
Steckt nur das Bartende im Zylinder, ziehen wir es in aller Regel heraus, und das Schloss bleibt in Betrieb. Ist dabei die Mechanik beschädigt worden, tauschen wir den Zylinder – das sehen wir aber erst, wenn das Reststück draußen ist.
Wann wir zum Austausch raten
Bei Einbruchschäden, bei verlorenen Schlüsseln und bei Zylindern, die schon einmal aufgebohrt wurden, ist eine Reparatur nicht sinnvoll. Auch bei sehr alten Zylindern ohne Ersatzteile lohnt sie sich nicht. In diesen Fällen sagen wir es Ihnen offen, statt eine Reparatur zu verkaufen, die nicht hält.
Was eine Reparatur kostet, hängt vom Aufwand ab und lässt sich am Telefon nicht seriös beziffern. Der Monteur nennt Ihnen den Preis vor Ort, bevor er anfängt. Zeigt sich, dass ein Türöffnen oder ein neuer Zylinder die bessere Lösung ist, besprechen wir das ebenfalls vorher.